Zähme den betrunkenen Affen

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Oft versuchen wir uns auf eine Sache zu konzentrieren und merken nach einer Weile, wie schwierig eben dies sein kann: sich auf eine Sache zu konzentrieren. Tausend Dinge fallen uns genau dann ein: die Konzertkarten, die wir noch bestellen, der Rückruf, den wir noch erledigen, das Geburtstagsgeschenk, das wir noch besorgen wollten. Die tausend kleinen Aufgaben des Alltags also, die wie eine Horde kleiner Kinder im 30-Sekunden-Takt an unserem Ärmel zupfen und um unsere Aufmerksamkeit kämpfen. Eine Horde, die ständig wächst durch die vielen Benachrichtigungen, die alle paar Minuten auf verschiedenen Bildschirmen klingeln, biepen, blinken und hüpfen. Und dabei hatten wir uns doch fest vorgenommen, uns auf nur eine Sache zu konzentrieren…

Handelt es sich dabei vielleicht um eine Fähigkeit, die uns im Zeitalter der permanenten Vernetzung schlicht abhanden gekommen ist? Und von der alle digital natives noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt – jene armen Kreaturen also, die nach 1980 geboren wurden?

Liebe Kulturpessimisten, ich habe schlechte Nachrichten: Weiterlesen